Befüllen Sie Ihren Ofen nicht
mit einer zu großen Menge Holz. Gerade am Anfang wird häufig
der Fehler gemacht, mehrmals Holz nachzulegen, da der Ofen aufgrund
seiner Trägheit erst nach ca. 1-2 Stunden warm wird. Dies kann
selbstverständlich zu einer Überhitzung und somit zur
Beschädigung des Ofens führen. Besondere Beachtung gilt
diesbezüglich bei großen Heiztüren mit Sichtscheibe.
Hier ist die Gefahr sogar noch größer, den Feuerraum
ganz vollzustopfen. Tasten Sie sich also langsam an den für
Sie erforderlichen Brennstoff-Mengenbedarf heran, um Ihrem Ofen
eine möglichst lange Lebensdauer zu geben.

Das Holz sollte mehrmals gespalten und nicht stärker als 10
cm Durchmesser sein, mit einer Länge, je nach Feuerraumgröße,
zwischen 30 und 50 cm.
Rund um das Holz muß genügend Platz für Flammenbildung
vorhanden sein (nach hinten und vorne ca. 5-10 cm Freiraum lassen).

Die Luftklappe der Heiztüre bleibt während des gesamten
Verbrennungsvorgangs ganz geöffnet (gesonderte Anleitung beachten),
damit genügend Sauerstoff hinzukommt und somit der Abbrand
möglichst rasch und intensiv erfolgen kann. Eine zu starke
Drosselung der Luftzufuhr würde dem Prinzip des Grundofens,
nämlich der Speicherung der gesamten Verbrennungsenergie in
seiner Steinmasse, völlig widersprechen! Denn je intensiver
der Abbrand erfolgt, desto höher ist die Temperatur im Feuerraum.
Dadurch ist eine nahezu restlose Ausnutzung der im Holz enthaltenen
Energie gewährleistet (nur 0,5% Ascheanfall).

Da während dieser Zeit der Raumluft sehr viel Sauerstoff entzogen
wird, ist es ratsam, durch Stoßlüften den Sauerstoffgehalt
im Raum wiederherzustellen.

Erst wenn keine Flammen mehr sichtbar sind und die Glut kräftig
rot ist, wird der Luftschieber geschlossen. Eine zu früh geschlossene
Heiztüre könnte zu einer Verpuffung führen, da unverbrannte
Gase im Feuerraum schwelen. Wohingegen eine zu spät geschlossene
Heiztüre den Wirkungsgrad des Ofens schwächt, da die Wärme
aufgrund des Durchzugs durch den Schornstein entweichen kann. Daher
immer auf den richtigen Schließ-Zeitpunkt achten (ca. 50 -
70 Minuten nach dem Anzünden).

Beim Brot- und Pizzabacken darf die Heiztüre immer nur langsam
geöffnet werden, damit evtl. unverbrannte Glutstücke und
deren Schwelgase nicht zu schnell mit Sauerstoff reagieren können
(Verpuffungsgefahr).

Vermeiden Sie ein Anheizen während die Sonne auf den Schornstein
scheint. Die Sonneneinstrahlung führt zu einer Erwärmung
des Schornsteinkopfs, was zur Folge hat, daß ein sonst gut
ziehender Schornstein plötzlich "drückt" und
die entstehenden Rauchgase nicht mehr abziehen läßt.
Abhilfe kann dann nur ein Strohfeuer (auch mit Papier) im Schornstein
oder ein Heißluftföhn (in der Reinigungsöffnung
im Keller) bringen, bevor die ganze Wohnung unter Qualm steht.

Bei Beginn der Heizperiode sollte der kalte Ofen nicht zu schnell
hochgeheizt werden, um eine Rißbildung (auch im Inneren des
Ofens) zu vermeiden; also den Grundofen langsam auf die gewohnte
Betriebstemperatur bringen.

Die Ascheentleerung erfolgt ca. 2 - 3 mal jährlich, je nach
Größe des Feuerraums, jedoch niemals vollständig,
da ein Aschebett die Glut optimal erhält und zu einer besseren
Verbrennung beiträgt.

Holzasche ist eine sehr nützlicher Bestandteil der Kompostierung.

Noch ein wichtiger Hinweis, der zur Imagepflege der Holzverbrennung
beitragen soll: Verheizen Sie niemals Plastik, Papier oder irgendwelche
Abfälle, denn dies ist laut Bundesemissionsschutz-Verordnung
sogar unter Strafandrohung verboten und zieht außerdem den
Zorn der Nachbarn auf sich.