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Tips zu Ihrem Kachelofen und zum Heizen
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Ein neuer
Kachelofen enthält sehr viel Wasser. Keramik, Schamotte, Mörtel,
alles wurde beim Aufbau gründlich durchfeuchtet. Ein neuer
Kachelofen sollte daher erst einmal schonend trockengeheizt werden.
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Hobelspäne, Holzwolle, Kartonagen haben
im Ofen absolut nichts zu suchen. Sie wurden kurzfristig eine
viel zu starke Hitze entfalten, zu Materialspannung, Rissen
und Sprüngen führen und im schlimmsten Fall den Ofen
zerstören. Das Wasser in den Wänden und Zügen
muß durch mehrere sanfte Feuer entfernt werden. Sie lassen
dem Wasserdampf eine Chance zu entweichen.
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Etwas zerknülltes Zeitungspapier ohne
Buntdruck (könnte Schwermetalle enthalten) wird in den
Feuerraum gelegt. Darauf kommen ein paar Holzspäne und
wenige, absolut trockene Holzscheite (nicht mehr als ein bis
zwei Kilogramm Holz). Das Papier anzünden und die Späne
abbrennen lassen. Nach einigen Stunden, wenn der Ofen wieder
völlig ausgekühlt ist, wird der Vorgang wiederholt.
Bei Kachelöfen mit keramischen Zügen bleibt bei diesem
Trockenheiz-Feuern die Heiztür offen.
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Dieses erste Trockenheizen wird mindestens
3 bis 4 Tage morgens und abends wiederholt. Danach kann die
Heizleistung sehr langsam gesteigert werden. Wann ein neuer
Kachelofen wirklich trocken ist, hängt von der Außentemperatur
und Luftfeuchtigkeit ab.
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An schönen Frühlings - oder Sommertagen
mit geringer Luftfeuchtigkeit (40 bis 50%) dauert das Austrocknen
8 bis 10 Tage.
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Während kühler, nebliger Novemberwochen
mit hoher Luftfeuchtigkeit (50 bis 90%) braucht der Kachelofen
runde zwei Wochen, bis er mit voller Kraft beheizt werden kann.
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Im Winter bei Minusgraden kann das Trocknen
zwei Wochen dauern. Den letzten Feuchte-Test bei einem Ofen
machen Sie mit einem Blick auf den Schornstein: Wenn viel weißer
Rauch aus dem Schornstein kommt, braucht der Kachelofen noch
eine Zeit zum Trocknen. Der weiße Rauch besteht nämlich
überwiegend aus Wasserdampf.
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Die Heizgaszüge eines Kachelofens müssen
regelmäßig gereinigt werden, sonst geht Ihrem Ofen
eines Tages die Luft aus.
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Keramische Nachheizzüge werden in der
Regel über spezielle Reinigungsöffnungen gesäubert.
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Das Reinigen der Züge ist Sache des
Kachelofenbauermeisters. Er hat Routine und Spezialgeräte,
mit denen diese Arbeit sauber und schnell erledigt wird.
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Ein Kachelofen ist kein Holztrockner. Verheizen
Sie niemals frisches oder nicht lange genug luftgetrocknetes
Holz.
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Nasses Holz produziert einen wahren Schadstoff-Cocktail:
Kohlenmonoxid, Staub, gasförmige organische Verbindungen
und polycyclische Aromaten.
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Feuchtglänzende, teerige Beläge
an der Innenseite von Türen und Feuerraum sind ein Alarmsignal:
Beim Grundofen wurde die Tür zu früh geschlossen.
Es kann auch bedeuten, dass das verheizte Holz klatschnaß
war.
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Zuviel Wasser im Holz behindert einen zügigen
Abbrand. Das Wasser muß erst aus dem Holz herausgekocht
werden. Wasserdampf brennt nicht, er bremst und quält das
Feuer. Holzgase können sich nicht entzünden und entweichen
unverbrannt als Schadstoffe in die Umwelt. (siehe auch unsere
Umweltcheckliste).
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Je mehr Wasser das Holz enthält, desto
mehr Energie geht verloren: Das Holz heizt schlechter. Holz
mit 15% Restfeuchte hat einen annähernd doppelt so hohen
Heizwert, wie Holz mit 50% Feuchtigkeitsgehalt. Abgase von feuchtem
Holz sind schlecht für die Umwelt. Nasses Holz schadet
auch der Gesundheit: Es macht einfach nicht richtig warm. Ausserdem
kostet es eine Menge, da der Holzbedarf rapide ansteigt.
Heizsünden:
Nasses oder behandeltes Holz hat böse Folgen |
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Trockenes Holz brennt rasch und hell. Feuchtes
Holz raucht. Nasses Holz brennt überhaupt nicht. Es verdirbt
nur Ihren kostbaren Kachelofen und den Schornstein.
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Drosseln Sie nie eigenmächtig die Luftzufuhr.
Halten Sie sich genau an die Heizanleitung, die Sie von Ihrem
Kachelofenbauermeisterbetrieb bekommen haben.
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Gift-Schleuder: Behandeltes Holz ist Problemmüll.
Verheizen Sie niemal lackiertes Holz! Lack kann Umweltgifte,
wie Schwermetalle enthalten. Umweltgifte entweichen durch den
Schornstein und schlagen sich in Ihrer unmittelbaren Umgebung
nieder - in Ihrem Garten, auf der Terrasse und dem Balkon.
- Verheizen Sie niemals lasiertes oder mit Holzschutzmitteln behandeltes
Holz. Gifte wie PCP, Lindan, Quecksilber, Dioxine und Furane können
aus diesem Holz abgasen und in die Umwelt gelangen.
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Verheizen Sie niemals beschichtetes Holz.
Aus den Kunststoffen der Beschichtung können Schwefeldioxid,
Salzsäure, Schwermetalle und Ultra-Gifte wie Dioxine und
Furane entweichen.
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Verheizen Sie niemals Spanplatten. Spanplatten
bestehen in der Regel aus Holzfasern, die mit Melamin-, Phenol-
oder Harnstoff-Formaldehydharzen gebunden sind. Beim Verbrennen
wird gesundheitsschädliches Formaldehyd aus dem Bindemittel
frei. Aus Beschichtungen oder Lacken können weitere Umweltgifte,
wie Kunststoff-Restmonomere oder Schwermetalle abgasen und durch
den Schornstein entweichen.
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Die Bundesimmisionsschutzverordnung (1. BimSchV-
Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen) verbietet ausdrücklich
das Verbrennen von behandeltem Holz in jeder Form.
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Für Ihren Kachelofen und Kachelkamin
ist das Beste gerade gut genug. Und das ist trockenes, naturbelassenes
Stückholz.
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